Was tun gegen zittrige Hände? Ursachen und Lösungen im Überblick

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Meistens ist es harmlos, wenn die Hände mal zittern. Doch was passiert, wenn das Zittern der Hände plötzlich regelmäßig und ohne ersichtlichen Grund auftritt? Wir haben uns die Ursachen für das Zittern genauer angesehen und geben Ihnen Tipps, wie du damit umgehen kannst. 

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick

  • Ursachen für zittrige Hände: Welche Krankheiten oder Faktoren können das Zittern auslösen?
  • Was hilft gegen zitternde Hände? Finde die Ursache und handle rechtzeitig.
  • Leben mit zittrigen Händen: In vielen Fällen ist das Zittern zwar nicht heilbar, aber gut zu managen.

Was verursacht zittrige Hände?

Zittern ist eine natürliche Reaktion des Körpers, die oft in stressigen oder nervösen Situationen auftritt. Doch auch andere Faktoren, wie Nebenwirkungen von Medikamenten oder bestimmte Krankheiten, können der Auslöser für das Zittern sein. Normalerweise zittern unsere Muskeln unmerklich, ohne dass wir es bemerken. Wenn dieses Zittern jedoch intensiver und sichtbar wird, könnte eine zugrunde liegende Ursache vorliegen.

Zittern kann durch Kälte, Stress oder Nervosität verstärkt werden. Auch der Konsum von Koffein oder Nikotin kann dieses Phänomen begünstigen. In manchen Fällen kann das Zittern aber auch krankheitsbedingt sein, etwa durch neurologische Störungen.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Wenn das Zittern häufig auftritt und die Ursache unklar ist, solltest du einen Arzt aufsuchen. Der Arzt wird versuchen, den Ursprung des Zitterns zu identifizieren, indem er die Häufigkeit und das Auftreten der Zitterbewegungen beobachtet. Wichtig sind dabei Faktoren wie der Zeitpunkt des Zitterns (in Ruhe oder bei Bewegung) sowie die Intensität der Bewegungen.

Essentieller Tremor oder Parkinson?

Beim Zittern denken viele an Parkinson. Allerdings ist die häufigste Ursache keine bestimmte Krankheit. In der Fachsprache nennt man dies einen essentiellen Tremor. Ein Tremor ist oft familiär bedingt, gefährlich ist er nicht. Trotzdem kann das unwillkürliche Zittern, den Alltag beeinträchtigen.

Laut einem Neurologen tritt das Zittern bei einem essentieller Tremor in der Regel mit 6 bis 12 Bewegungen pro Sekunde auf. Es wird oft beim Halten von Gegenständen oder beim Strecken der Hände stärker. Bei Parkinson hingegen ist das Zittern langsamer, mit nur 4 bis 6 Zitterbewegungen pro Sekunde, und tritt vor allem in Ruhe auf.

Häufige Krankheiten, die Zittern verursachen können

Ein häufiger Verdacht bei zittrigen Händen ist Parkinson, doch auch andere Erkrankungen können verantwortlich sein. Zu den häufigsten Ursachen gehören:

  • Essentieller Tremor: häufigste Ursache für Zittern ohne zugrunde liegende neurologische Erkrankung.
  • Parkinson: Führt zu einseitigem Zittern und wird oft von anderen motorischen Symptomen begleitet.
  • Multiple Sklerose: Zittern tritt häufig beim Strecken der Hände oder beim Annähern an ein Ziel auf.
  • Epilepsie: Zittern kann als Folge von Anfällen auftreten.
  • Stoffwechselstörungen wie eine Schilddrüsenüberfunktion.
  • Nervenstörungen, etwa durch Diabetes.
  • Alkoholvergiftungen oder Vergiftungen.
  • Unterzuckerung: Besonders bei Diabetikern kann ein niedriger Blutzucker Zittern auslösen.
  • Medikamentennebenwirkungen: Bestimmte Medikamente, insbesondere Stimmungsstabilisatoren und Antiepileptika, können Zittern verursachen.

Zittrige Hände und der Kreislauf

Ein niedriger Blutdruck kann ebenfalls zu zitternden Händen führen, besonders wenn man schnell aufsteht. In diesem Fall handelt es sich um eine Reaktion des Kreislaufs.

Viel Trinken und sich ausreichend bewegen helfen, den Kreislauf zu stabilisieren und das Zittern zu lindern.

Mangelernährung als Ursache für Zittern

Manchmal sind Nährstoffmängel die Ursache für zitternde Hände. Ein Vitamin-B12-Mangel oder auch ein Mangel an Calcium und Magnesium kann dazu führen. Auch ein niedriger Blutzucker, etwa durch Fasten oder unregelmäßige Mahlzeiten, kann Zittern auslösen.

Um diesem Mangel entgegenzuwirken, solltest du auf eine ausgewogene Ernährung achten, die reich an Vitaminen, Mineralstoffen und gesunden Fetten ist. Lebensmittel wie grünes Gemüse, Nüsse, Hülsenfrüchte, Fisch und Vollkornprodukte können helfen, solche Mängel auszugleichen.


Zittern im Alter

Mit zunehmendem Alter klagen viele Menschen über zitternde Hände. Häufige Ursachen sind Stress, Müdigkeit, niedriger Blutzucker oder bestimmte Medikamente.

Auch Antidiabetika können in Kombination mit unzureichender Nahrungsaufnahme zu Zittern führen. Eine schnelle Zufuhr von Zucker (z. B. Traubenzucker) kann hier helfen, die Symptome zu lindern.


Was tun bei zitternden Händen?

Wenn deine Hände zittern, ist es wichtig, die Ursache zu ermitteln. In der Zwischenzeit können folgende Maßnahmen helfen:

  • Stress abbauen: Gönne dir mehr Ruhe und versuche, Stress zu vermeiden. Wenn nötig, suche professionelle Hilfe bei einem Psychologen oder Psychiater.
  • Ernährung anpassen: Achte auf eine ausgewogene Ernährung, um Mängeln entgegenzuwirken.
  • Sport treiben: Körperliche Aktivität fördert die allgemeine Gesundheit und kann helfen, das Zittern zu lindern.
  • Koffein und Alkohol meiden: Übermäßiger Konsum von Kaffee oder Alkohol kann das Zittern verstärken.
  • Ergotherapie: Diese Therapieform hilft, Strategien zu erlernen, die das tägliche Leben, wie das Schreiben oder das Trinken aus einem Glas, erleichtern.
  • Medikamentöse Behandlung: Bei pathologischem Zittern können Medikamente wie Betablocker oder Botulinumtoxin helfen, die Symptome zu lindern.

Mit dem Zittern leben lernen

Zittrige Hände sind nicht immer ein Zeichen für eine schwere Krankheit. In vielen Fällen lässt sich das Zittern mit den richtigen Maßnahmen gut in den Alltag integrieren. Wichtig ist, offen damit umzugehen und sich nicht zu sehr von der Beeinträchtigung verunsichern zu lassen. Informiere deinen Freundeskreis oder deine Familie, damit sie Verständnis für die Situation haben.

Mit dieser Einstellung kannst du weiterhin aktiv am Leben teilnehmen – sei es beim Sport, beim Kochen oder beim geselligen Beisammensein. Anstatt dich durch das Zittern einschränken zu lassen, lernst du, damit umzugehen.

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